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Die Geschichte der MonteMaestro
Eine Chronik der Familie Bergmeister

Nicht einmal der Krieg vermochte es, die Vision verblassen zu lassen

Der Erste Weltkrieg brachte die Wirtschaft im gesamten Tal zum erliegen. Nach dem Krieg verbesserte sich die Lage nur langsam und viele gaben auf. Nicht so Mattias Bergmeister. Er erwarb 1927 die Spielwarenfabrik zu Spissegg, samt Mühle und Tischlerei. Deren ehemaliger Besitzer, Josef Schenk, wanderte nach Argentinien aus.

Mit dem Kauf bewies Mattias Bergmeister Mut, Durchhaltewillen und Umsicht, denn der Erwerb der Spielwarenfabrik sollte seinem damals noch minderjährigen Sohn, Franz Bergmeister, eine Zukunft innerhalb der Familientradition sichern.

Franz Bergmeister, der Großvater von Ivo Bergmeister, hielt sein Erbe in allen Ehren und verdiente sich als äußerst geschickter und innovativer Tischler, der schon zu seiner Zeit die Furniertechnik anwandte.

Der Zweite Weltkrieg forderte erneut Opfer. Der erst 38-jährige Franz Bergmeister, mittlerweile Vater von 5 Kindern, fiel im Jahre 1944.
Der älteste Sohn, Franz „Franzl“ Bergmeister, der Vater von Ivo Bergmeister hatte nun die Verantwortung in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.

Der Aufschwung einer Branche beginnt

Nach dem Krieg hat „Franzl“ Bergmeister seine Lehre abgeschlossen. Die eigene Werkstatt war nicht auf dem neuesten Stand der damaligen Technik und es fehlte das nötige Kapital. Die Serienfertigung mittels Pantographen (Schnitzmaschine) läutete eine neue Ära für die Wirtschaft im Tal ein.
Es blieb kein anderer Weg, als in Anstellung bei den damals, wie auch heute namhaften und renommierten Firmen, den Lebensunterhalt zu verdienen.

…wäre da nicht die Vision des Großvaters, die auch in „Franzl“ weiterlebt.

Der stetige Drang die Werkstücke, wie auch die Technik weiterzuentwickeln führten bald zu einem inneren Konflikt. Dinge auf eine Art zu fertigen, „weil sie schon immer so gefertigt wurden“, widerstrebte dem jungen „Franzl“ Bergmeister.

So kam es, dass er sich im Jahr 1967 als Maschinenschnitzer selbständig machte. Die Tatsache, dass nun Maschinen die Arbeit erleichterten, verringerten die handwerklichen Anforderungen keineswegs. Ein schlechter Schnitzer war trotz Pantograph immer noch ein schlechter Schnitzer. Auch im Bereich der Technik hat „Franzl“ Bergmeister viel Energie investiert, was maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die Pantographen den heutigen Stand der Technik erreichen konnten.

Er konnte an die Vision anknüpften und führte den Beweis, dass durch die Kombination von Tradition und Neuem, echte Innovationen entstehen. Somit wird der Weg bereitet, das Erbe der Familie Bergmeister in die Zukunft zu tragen.

Heute

Heute trägt Ivo Bergmeister die Verantwortung für eine mehr als 100-jährige Familientradition. Diese Aufgabe hat er mit Stolz angetreten, immer in dem Bewusstsein die Familiengeschichte weiter zu schreiben und die einstige Vision an die eigenen Nachkommen weiterzugeben.

Die Geschichte lebt weiter

Nach dem Besuch der Kunstschule in St. Ulrich begann Ivo Bergmeister eine Ausbildung zum Tischler. Mit dem 1994 erworbenen Meistertitel erwarb er die Berechtigung den Familienbetrieb zu übernehmen.

Mit Übernahme der Firma belebte er zeitgleich die Vision seiner Vorväter.
So wurde beispielsweise das Cachelorum wieder zum Leben erweckt, dessen Geschichte und die damit verbundene handwerklichen Fähigkeiten sonst für immer verloren gewesen wären.
Aber auch der Drang nach Innovation lebt in Ivo Bergmeister weiter, anders wäre es sonst niemals zur „ägyptischen Linie“ gekommen – einer Innovation, entstanden aus 400 Jahren Grödner Holzschnitzkunst, kombiniert mit Motiven der ägyptischen Geschichte und Mythologie. Eine beeindruckende Holzskulptur des Tutanchamun ist heute im Museum of Modern Art in Philadelphia zu bewundern.

In seinem Schaffensdrang ungebremst engagiert sich Ivo Bergmeister heute auch als aktives Mitglied der Gardena Art, dem Dachverband (der Dachmarke) der Grödner Holzschnitzerei Werkstätten. Auch hier, im Kreis der Kollegen, wird seine Offenheit und Kreativität sehr geschätzt.

Die Zeit wird zeigen, mit welch kreativen Meilensteinen Ivo die Familienchronik weiter schreiben wird und somit das Erbe für seine Nachkommen unbezahlbar macht.

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